Als Dr. H. Klose 1961 eine Röntgenpraxis eröffnet, teilt er sich im Karlstal das Gebäude mit zwei weiteren Ärzten anderer Fachrichtungen, einer Außenstelle des Meldeamtes Kiel und einer Mietwohnung. Röntgenuntersuchungen, Durchleuchtungen und Röntgenreizbestrahlungen gehören zum Stand der Technik. Dr. Klose führt die Praxis allein.
Nach mehr als 20 Jahren gab der Gründer die Praxis in die Hände von Dr. Heibel und Dr. Christiansen. Sie setzen eine Entwicklung in Gang, zu der die Erweiterung des Untersuchungsspektrums, die Installation neuer Technik und der zum Ausbau der Praxis mit dem Aufbau der Standorte Karlstal, Lubinus, Kronshagen und Preetz gehört.
Ein weiterer Wegbereiter ist Dr. Harald Horn. Nach dem Studium der Medizin und der Mikrobiologie arbeitet er am Universitätsklinikum Schleswig-Holstein (UKSH) als Oberarzt in der Klinik für Nuklearmedizin. 1993 eröffnet sich die Möglichkeit in die Röntgenpraxis Karlstal einzutreten und neue Herausforderungen anzunehmen.
Zur gleichen Zeit zieht die Magnetresonanztomographie (MRT) als neue Diagnosemethode in die Praxis ein. Die Untersuchungszahlen sind anfangs gering, weil sich diese neue Untersuchungsmethode erst beweisen muss. Heute verfügt die Praxis über fünf MRT-Geräte und die Magnetresonanztomographie ist eine der am häufigsten durchgeführten Methoden an allen Standorten.
Dr. Frank Schubert schließt 1997 eine Kooperation mit der Röntgenpraxis Karlstal und lässt sich im Krankenhaus Preetz nieder. Zuvor ist er als Facharzt für Radiologische Diagnostik in Kiel und mit Oberarztfunktion in Basel tätig.
Die Mammographie findet 1995 Eingang in das Untersuchungsspektrum der Praxis. Seit 2004 wird sie von Dr. Christiane Schweiger am Standort Karlstal geleitet. Sie arbeitet nach dem Medizinstudium als Fachärztin für Diagnostische Radiologie in mehreren deutschen Städten bevor sie in das Förde-Radiologicum eintritt. Sie ist in der Mammographie-Kommission und Ärztlichen Stelle der Kassenärztlichen Vereinigung Schleswig-Holstein Bad Segeberg engagiert.
Das Lubinus Clinicum benötigt zunehmend MRT-Untersuchungen. Die Röntgenpraxis Karlstal richtet dort 1998 einen Standort ein und ab 2010 ist Dr. Oliver Lehmberg als Teilhaber der Praxis vor Ort tätig, in die er nach einer Tätigkeit als Oberarzt im Herz- und Gefäßzentrum Bad Bevensen, Schwerpunkt Gefäßdiagnostik und interventionelle Radiologie der Gefäße, wechselt.
Seit der Jahrtausendwende ergeben sich fast jährlich technische Innovationen an mindestens einem der Standorte der Praxis, insbesondere da im Jahr 2006 auch noch ein weiterer Standort in der Praxisklinik Kronshagen eröffnet wurde. Mit dem Eintritt von Dr. Godo Groth 2013 ist ein erfahrender Arzt tätig, der an der Klinik für Diagnostische Radiologie (UKSH) und im Institut für Neuroradiologie (UKSH) umfangreiche Erfahrungen gesammelt hat.
Heute sind an vier Standorten, die sich zum Förde-Radiologicum zusammengeschlossen haben, vier Gesellschafter und fünf angestellte Ärzte tätig.
Zu den größten Umbrüchen in der Praxis gehört der Einzug der Informationstechnik. Dr. Harald Horn ist froh: „Röntgenfilme, Diktiergeräte und Analogarchivierung gehören der Vergangenheit an. Die Digitalisierung ist in der Einführung aufwendig, die Umstellung erfordert Zeit und Geduld, am Ende wird der Arbeitsalltag erleichtert und der Patient steht im Mittelpunkt.“
Das Förde-Radiologicum hat eine eindrucksvolle Entwicklung genommen. Stets im Dienste der Patienten, die sich hier geborgen und gut aufgehoben fühlen, ist es aus der Kieler Ärztelandschaft nicht mehr wegzudenken. Auch für die Zukunft ist die Praxis gerüstet, neueste Geräte, stetige Fortbildungen für Mitarbeiter und Ärzte und die Installierung eines Qualitätsmanagementes in der Praxis sichern Kompetenz und Leistungsfähigkeit.