Mammographie

Was geschieht bei der Mammographie?
In Schleswig Holstein wurde ein Projekt zur qualitätsgesicherten Mammographie unter Beteiligung der Gynäkologen, der niedergelassenen Radiologen, sowie dem Mammazentrum in der Universitätsklinik Kiel ins Leben gerufen.

Auf den Seiten der Kassenärztlichen Vereinigung finden Sie alle notwendigen Angaben zu diesem Projekt.

Was ist eine Mammographie?
Mit einer Röntgenuntersuchung der Brust, der Mammographie, können kleinste Veränderungen des Brustgewebes in einem Stadium erkannt werden, in dem sie noch nicht zu ertasten sind. Mit Hilfe der Mammographie lassen sich gutartige von bösartigen Veränderungen unterscheiden und Tumorerkrankungen kontrollieren. Mit der Mammographie können schon winzige Verkalkungen (Mikroverkalkungen, häufig der erste Hinweis auf Krebs) ab 0,1 Millimeter und kleinste Tumore ab fünf Millimeter Durchmesser erkannt werden. Bei Tumoren dieser Größenordnung sind die Aussichten auf Heilung sehr gut: über 90%. Ist der Tumor bösartig, sind meistens brusterhaltende Operationen möglich. Die Mammographie ist damit jeder anderen Früherkennungsmethode weit überlegen. Die Mammographie kann Knoten in der Brust identifizieren, Jahre bevor sie groß genug sind, ertastet werden zu können!

Wann Sie eine Mammographie machen lassen sollten

Mit zunehmendem Alter nimmt das Brustkrebs-Risiko zu. Daher ist die Empfehlung zurzeit:

  • ab dem 40. Lebensjahr alle 12-24 Monate nur bei bestimmter Indikation, wie z.B. familiärer Belastung, nach eigener Erkrankung an Brust- oder Eierstockkrebs, Risikoveränderungen oder einseitigem Brustschmerz.
  • in der Altersgruppe 50-69 Jahre alle 12-24 Monate generell für alle Frauen: z.B. Frauen, die nicht am Mammographiescreening teilnehmen oder eine der oben genannten Indikationen haben.
  • ab 70 Jahren alle 12-24 Monate generell für alle Frauen ohne bestimmte Indikation.

Als „diagnostische Mammographie“ wird die Untersuchung empfohlen, wenn:

  • die Patientin oder der Patient einen Knoten oder eine Verhärtung, ob schmerzhaft oder nicht, bemerken.
  • weil der Arzt Lymphknoten in der Achselhöhle ertastet hat.
  • weil das Risiko, an Brustkrebs zu erkranken, bei Patientin oder Patient erhöht ist.

Leider ist nicht jeder Tumor mammographisch nachweisbar: besonders bei dichtem Brustgewebe kann es sein, dass Tumore nicht zu erkennen sind. Darum kann es ratsam sein, weitere Untersuchungsmethoden hinzuzuziehen:

  • Grundsätzlich ist bei dichtem Drüsengewebe eine ergänzende Sonographie (Ultraschalluntersuchung) notwendig.
  • In Einzelfällen ist eine Kernspintomographie oder eine weitere Abklärung mit einer Gewebeentnahme notwendig.

Wie hoch ist die Strahlenbelastung?
Durch den technischen Fortschritt der letzten Jahre ist die Strahlendosis, die für ein gutes Mammogramm nötig ist, stetig niedriger geworden. Bei dem Mammographiegerät in unserer Praxis handelt es sich um ein digitales Vollfeldmammographiegerät mit extrem niedriger Dosis.

Der Nutzen der Früherkennung überwiegt das Risiko der Strahlenbelastung bei weitem! Die Heilungschancen bei Brustkrebs haben sich fast verdoppelt! Sonstige gesundheitliche Schäden und Komplikationen durch den Vorgang Mammographie sind ebenfalls nicht bekannt.

Brustkrebs ist die häufigste Krebserkrankung der Frauen in Deutschland.
Jede 8.-10. Frau muss damit rechnen, im Laufe ihres Lebens daran zu erkranken. Brustkrebs ist zwar sehr gut zu behandeln, wenn er im Frühstadium erkannt wird, aber viel zu wenige Frauen ergreifen diese Gelegenheit. Nicht einmal jede dritte nimmt an den Untersuchungen zur Früherkennung von Krebs teil. Auch Männer können an Brustkrebs erkranken, wenn auch selten. Deswegen: Bitte denken Sie daran – Früherkennung rettet Leben. 

Was geschieht bei der Untersuchung?

Die Patientin legt die Brust zwischen Röntgenröhre und Filmtisch, auf dem sie mit einer Kompressionsplatte vorsichtig zusammengedrückt wird. Natürlich sollte die Kompression nicht schmerzhaft sein. Wir komprimieren langsam, so dass Sie jederzeit „Stopp!“ sagen können. Bedenken Sie aber, je besser komprimiert wird, desto besser die Bildqualität und geringer die Stahlenbelastung. Jetzt werden zwei Aufnahmen angefertigt, eine von oben und eine von der Seite. Weitere Aufnahmen sind nur selten notwendig. Anschließend tastet der Arzt die Brüste und Achselhöhlen ab; so kann er die Befunde mit dem Röntgenbild vergleichen. Sie sollten auch nach der Mammographie regelmäßig eine Selbstuntersuchung der Brust durch Abtasten, möglichst nach der Monatsblutung, durchführen.

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