Herz-CT (am Standort Lubinus)

Was ist eine CT-Untersuchung des Herzens?
Die Herz-CT, auch CT-Koronarangiographie genannt, ist eine moderne Röntgenuntersuchung zur detaillierten Darstellung des Herzens und insbesondere der Herzkranzgefäße. Sie ermöglicht es, Verkalkungen, Gefäßverengungen und andere Veränderungen der Koronararterien frühzeitig zu erkennen oder auszuschließen.

Für die Untersuchung wird in der Regel ein jodhaltiges Kontrastmittel über eine Armvene verabreicht. Die Bildaufnahme erfolgt EKG-gesteuert, damit die bewegten Herzkranzgefäße möglichst präzise dargestellt werden können.

Was geschieht bei der Untersuchung?
Vor der Untersuchung werden mögliche Risiken und Gegenanzeigen mit Ihnen besprochen. Dabei sind insbesondere bekannte Schilddrüsenerkrankungen, Einschränkungen der Nierenfunktion, Allergien gegen Kontrastmittel sowie bestehende Vorerkrankungen des Herzens von Bedeutung.

Während der Untersuchung liegen Sie auf einer Untersuchungsliege. Für eine gute Bildqualität ist es wichtig, ruhig zu liegen und für wenige Sekunden die Luft anzuhalten. Gegebenenfalls kann vor der Untersuchung ein Medikament zur Senkung der Herzfrequenz erforderlich sein.

Das Kontrastmittel wird über eine Vene am Arm verabreicht. Die eigentliche Bildaufnahme dauert meist nur wenige Sekunden; insgesamt sollten Sie etwa 20 bis 30 Minuten für die Untersuchung einplanen. Anschließend werden die Aufnahmen sorgfältig ausgewertet und der Befund an Ihre behandelnde Ärztin oder Ihren behandelnden Arzt übermittelt. 

Ergänzend kann bei entsprechender Fragestellung eine weiterführende Auswertung mit der HeartFlow-Software durchgeführt werden. Dabei werden die CT-Bilddaten computergestützt analysiert, um neben der anatomischen Darstellung möglicher Gefäßverengungen auch deren mögliche funktionelle Bedeutung für die Durchblutung des Herzmuskels besser einschätzen zu können.

Warum wird eine Herz-CT durchgeführt?

Eine Herz-CT kann bei Verdacht auf eine koronare Herzkrankheit sinnvoll sein. Dabei wird untersucht, ob die Herzkranzgefäße durch Ablagerungen oder Verkalkungen verengt sind und ob die Durchblutung des Herzmuskels beeinträchtigt sein könnte.

Die Untersuchung kann insbesondere empfohlen werden:

  • bei belastungsabhängigen Brustschmerzen oder Druckgefühl im Brustkorb,
  • bei Atemnot unter Belastung,
  • bei auffälligen oder unklaren Ergebnissen anderer Herzuntersuchungen,
  • bei mittlerem Risiko für eine koronare Herzkrankheit,
  • zur Abklärung von Verkalkungen der Herzkranzgefäße,
  • zur Planung weiterer kardiologischer Untersuchungen oder Behandlungen.

Die Herz-CT kann helfen, eine invasive Herzkatheteruntersuchung gezielter einzusetzen oder in bestimmten Fällen zu vermeiden.

Q2-zertifizierte Herz-CT

Unsere Herz-CT-Untersuchungen werden von Q2-zertifizierten Ärztinnen und Ärzten durchgeführt und befundet. Die Q2-Zusatzqualifikation der Deutschen Röntgengesellschaft steht für besondere theoretische und praktische Erfahrung in der kardialen Bildgebung.

Die Herz-CT ist technisch anspruchsvoll, da die Herzkranzgefäße klein sind und sich kontinuierlich bewegen. Eine hohe Bildqualität, eine sorgfältige Untersuchungsvorbereitung sowie eine strukturierte Befundung sind daher entscheidend für eine zuverlässige Beurteilung. Für die Durchführung und Befundung kardialer CT-Untersuchungen wird eine Q2-Qualifikation als wesentlicher Qualitätsstandard angesehen.