Prostata-MRT
Was ist eine Prostata-MRT?
Die Magnetresonanztomographie (MRT) der Prostata ist ein modernes bildgebendes Verfahren zur detaillierten Beurteilung der Prostata und ihres umgebenden Gewebes. Sie arbeitet ohne Röntgenstrahlung und ermöglicht eine präzise Darstellung möglicher auffälliger Veränderungen.
Weiterführende Informationen zur MRT finden Sie in unserem Eintrag „MRT“.
Q2-zertifizierte Prostata-MRT
Unsere Praxis ist Q2-zertifiziert und erfüllt damit hohe Qualitätsanforderungen an die Durchführung und Befundung von Prostata-MRT-Untersuchungen. Die Untersuchung erfolgt nach standardisierten Vorgaben und wird von erfahrenen Radiologinnen und Radiologen beurteilt.
Eine hochwertige Bildqualität sowie eine strukturierte Befundung sind entscheidend, um auffällige Veränderungen möglichst zuverlässig zu erkennen und die behandelnden Urologinnen und Urologen bei der weiteren Planung zu unterstützen.
Warum wird ein MRT der Prostata durchgeführt?
Eine Prostata-MRT wird vor allem eingesetzt, um auffällige Befunde der Prostata genauer abzuklären. Sie kann helfen, verdächtige Areale zu erkennen, deren Ausdehnung einzuschätzen und die weitere Diagnostik oder Therapieplanung zu unterstützen.
Eine Untersuchung kann insbesondere sinnvoll sein:
- bei erhöhtem oder ansteigendem PSA-Wert
- bei auffälligem Tastbefund der Prostata
- bei unklaren Beschwerden beim Wasserlassen
- nach einer bereits erfolgten, aber unauffälligen Prostatabiopsie bei weiterhin bestehendem Verdacht
- zur gezielten Planung einer Prostatabiopsie
- zur Beurteilung eines bekannten Prostatakarzinoms
Die Prostata-MRT kann dazu beitragen, unnötige Biopsien zu vermeiden und auffällige Bereiche gezielter abzuklären.
Wann sollte eine Prostata-MRT durchgeführt werden?
Eine Prostata-MRT wird in der Regel auf Empfehlung der behandelnden Urologin oder des behandelnden Urologen durchgeführt. Besonders bei einem auffälligen PSA-Wert oder einem unklaren Befund kann sie wichtige zusätzliche Informationen liefern.
Die Untersuchung ersetzt nicht die urologische Vorsorgeuntersuchung, sondern ergänzt diese. Die Entscheidung für eine Prostata-MRT erfolgt immer unter Berücksichtigung der individuellen Beschwerden, Vorbefunde und Risikofaktoren.
Wie hoch ist die Strahlenbelastung?
Bei einer Prostata-MRT entsteht keine Strahlenbelastung, da die Untersuchung mit Magnetfeldern und Radiowellen arbeitet. Im Gegensatz zu Röntgenuntersuchungen oder einer Computertomographie wird keine ionisierende Strahlung eingesetzt.
Je nach Fragestellung kann die Gabe eines Kontrastmittels erforderlich sein. Ob dies notwendig ist, wird individuell vor der Untersuchung entschieden.
Was geschieht bei der Untersuchung?
Die Untersuchung findet im Liegen statt und dauert in der Regel etwa 30 bis 45 Minuten. Während der MRT liegt der Patient ruhig auf einer Untersuchungsliege, die langsam in das MRT-Gerät gefahren wird.
Das Gerät verursacht während der Aufnahme deutliche Klopfgeräusche. Deshalb erhalten Sie einen Gehörschutz. Wichtig ist, während der Untersuchung möglichst ruhig zu liegen, damit die Bildqualität nicht beeinträchtigt wird.
Vor der Untersuchung werden mögliche Gegenanzeigen, beispielsweise bestimmte Herzschrittmacher, Implantate oder Metallteile im Körper, mit Ihnen besprochen. Die Befunde werden anschließend von zwei Radiologen ausgewertet und an Ihre behandelnde Urologin oder Ihren behandelnden Urologen übermittelt.